Stadtentwicklung: Diskutieren Sie mit!

Stadtentwicklung ist aktive Lebensraumgestaltung

Stadtentwicklung ist in aller Munde. Wer in der Stadtentwicklung erfolgreich ist, hat einen Wettbewerbsvorteil. Rorschach hat dafür eine sehr gute Ausgangslage. Das billige Pensionskassengeld sorgt zudem weiterhin für einen Bauboom, den es so noch nie gegeben hat. Rorschach könnte auf 14'000 Einwohner wachsen. Dafür müssten weitere Quartiere verdichtet werden, d.h. 3geschossige Wohnhäuser werden durch 5- bis 7geschossige ersetzt. Wo liegen die Grenzen? In einer lebenswerten Stadt kann man wohnen und arbeiten. Macht es daher Sinn, die letzten Gewerbeflächen niederzureissen, damit neue Wohnbauten mit einem hohen Anteil an Kleinwohnungen eine um 30% höher liegende Rendite bringen?

Der Kollaps der schweizerischen Verkehrsinfrastruktur zeichnet sich sogar nach Beurteilung der Chefredaktion des St. Galler Tagblattes ab (vgl. Kommentar vom 16. März 2019). Die Menschen pendeln immer mehr und immer weiter. Es braucht deshalb neue Rezepte, damit es wieder besser gelingt, Wohnen und Arbeiten einander näher zu bringen. Das ist eine weitere Herausforderung für die Stadtentwicklung.

Die SP Rorschach Stadt am See organisiert zum Thema «Stadtentwicklung Rendite – Qualität – Identität» ein hochkarätig besetztes Podium. Der Stadtpräsident von Langenthal und aktueller Wakker-Preisträger, Reto Müller, kommt dafür nach Rorschach. Er wird vom Stolz auf das Langenthaler industrielle Erbe, von guter Planung und der Bereitschaft zum Dialog referieren. Dr. André Odermatt ist Stadtrat von Zürich und Vorsteher des Hochbaudepartementes. Ideologische Grabenkämpfe seien nicht seine Sache, denn letztendlich bräuchte es Entscheide, die von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen würden. Er wolle Zürich sorgfältig weiterentwickeln, damit die Stadt noch attraktiver werde. Maria Pappa ist Stadträtin in St.Gallen und Direktorin Bau und Planung. Für sie sind lebendige Quartiere Orte, wo man sich austauschen, sich gegenseitig unterstützen und inspirieren kann. Stadtpräsidiumskandidat Guido Etterlin, Rorschach, hat sich stark engagiert im Projet urbain, einem schweizweit beachteten Vorzeigeprojekt zur nachhaltigen Quartierentwicklung. Der gelungene Einbezug der Bevölkerung sei damals der wesentliche Erfolgsfaktor gewesen.

Zentraler Fokus der Stadtentwicklung ist darum die bestmögliche Gestaltung des gemeinsamen Lebensraums. Das betrifft alle. Die SP Rorschach Stadt am See lädt deshalb die Bevölkerung zum öffentlichen Podium Stadtentwicklung ein.

 

Montag, 25. März 2019, 19.30 Uhr, Saal HPV, Splügenstrasse 8, Rorschach